Gleitwirbel linke Seite vor und rechte Seite nach 2 Monaten Behandlung mit MCT System

Hyperkyphose linke Seite vor und rechte Seite nach 6 Wochen Behandlung mit MCT System

X Bein (genu varum) Deformität linke Seite vor und rechte Seite nach 4 Monaten Behandlung

HMS – WAS IST DAS?

 

Das Hypermobilitäts-Syndrom (HMS) ist mir zum ersten Mal in Chile begegnet, und anfangs hielt ich es für ein speziell landestypisches Phänomen. Sehr bald allerdings wurde mir bewusst, dass es weltweit sehr verbreitet ist. Meine eigene Familie eingeschlossen.

Seit vielen Jahren gehöre ich einer internationalen Gruppe an, die sich ausschließlich der Erforschung des Hypermobilitäts-Syndroms widmet. Zugegeben: Dies ist kein leichter, sondern ein sehr langer Weg, und den möchte ich mit Ihnen als Betroffene und mit am Thema interessierten KollegInnen gehen! Das Ziel: Dem HMS in der Orthopädie-Technik endlich jenen Stellenwert zu verschaffen, den es verdient.

Aber es lohnt sich, denn immer noch werden orthopädische Diagnosen (z.B. Hallux valgus der Ballen, Skoliosen die Rückgratverkrümmung, Gleitwirbel, Klumpfüße etc.) nicht mit dem Hypermobilitäts-Syndrom in Verbindung gebracht.

Bislang ist noch nicht sehr viel über das HMS bekannt. Fest steht, dass es sich um ein genetisches Problem im Protein Kollagen handelt. Betroffen davon sind alle Weichteile des Körpers, speziell sämtliche Bänder und Sehen. Infolge ihrer Überlänge können dann  jene Knochen, die ein Gelenk bilden, nicht mehr in und an ihrer Position gehalten werden und die Muskeln, die durch die langen Sehnen keinen Kraftzug mehr aufbauen können, sind außerstande, die Gelenke richtig zu bewegen. Diese Kombination aus langen Bändern und Sehnen bewirkt schlussendlich eine Überbeweglichkeit in den Gelenken.

Der Medizin steht seit den 1970er Jahren der “Beighton Score“ als diagnostisches Hilfsmittel zur Verfügung. Mit dem von mir entwickelten “KStahl- Zeichen“ kann nun auch bei Amputationen eine Hypermobilität diagnostiziert werden.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass, wenn HMS diagnostiziert wurde, in allen Gelenken eine Überbeweglichkeit auftritt, in den meisten Fällen verbunden mit schmerzhaften Symptomen und Beschwerden. In der Orthopädie Technik existiert leider bis dato nur wenig Wissen über jene Hilfsmittel, die helfen und jene, die kontraindiziert sind. Darum habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, hier Licht ins Dunkel zu bringen und Menschen, die am HMS-Syndrom leiden, mit Fachwissen zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen, durch eine angemessene Behandlung zur Linderung auch chronischer Schmerzen beizutragen.