>>MEIN LEBENSLAUF

 

Mein Name ist Kristin Stahl, geboren 1965 in Bergisch-Gladbach und seit 1997 Meisterin der Orthopädie-Technik. Die Vielseitigkeit der Prothetik und Orthetik habe ich im Verlauf meiner Tätigkeiten in diversen Werkstätten und Institutionen im In- und Ausland kennen gelernt. Eine der für mich – sowohl beruflich wie auch persönlich – gravierendsten Erfahrungen war in den 90er Jahren die Leitung einer Prothesen-Werkstatt in Ex-Jugoslawien, wo ich im Auftrag einer humanitären Organisation sowohl während des Krieges als auch im Anschluss daran in Bosnien-Herzegowina fast zwei Jahre gearbeitet habe. Zurückgekehrt nach Deutschland war ich für den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (Westfalen-Lippe) als Gutachterin tätig. Auch habe ich im Auftrag der Industrie im In- und Ausland Anwender-Seminare zum Thema Liner-Technik für Prothesen der unteren Extremität gegeben.

Auf nationalen und internationalen Fachkongressen war ich mehrfach als Referentin zu den Themen HMS wie auch EDS (Ehlers-Danlos-Syndrom) vertreten: Link zu den Vorträgen In der OT-Zeitschrift (Ausgabe 8/ 2020) ist der von mir verfasste Fachartikel „Komplikationen bei der Ansteuerung von Prothesen der unteren Extremität bei Hypermobilitätssyndrom“ nachzulesen:  Link zum Fachartikel

2006 bin ich mit meinem Mann ins südchilenischen Puerto Varas übersiedelt und habe dort 2008 meine eigene Werkstatt unter dem Namen “Ortopedica Stahl“ eröffnet. In der Folgezeit traf ich immer wieder auf PatientInnen mit Hypermobilitäts-Syndrom (HMS) und widmete mich daraufhin schwerpunktmäßig der Entwicklung von Hilfsmitteln zur Behandlung der zahlreichen Krankheits-Symptome.

Seit Oktober 2020 lebe und arbeite ich wieder in Deutschland. Als selbstständige Orthopädie-Technik-Meisterin verantworte ich hier seit Sommer 2021 eine Informations- und Beratungs-Plattform zum Themenbereich Hypermobilitäts-Syndrom.

 

Um viele Betroffene und Kollegen erreichen zu können, wähle ich den Weg einer Beratungsstelle und nicht den einer eigenen Betriebsstätte zur Herstellung von Hilfsmitteln. Es geht mir darum, HMS öffentlich bekannt zu machen, und zwar in der Vielfalt seiner Probleme, von Fehlstellungen bis zu – vor allem chronischen – Schmerzen. Mir liegt insbesondere daran, das alltägliche Leid der Betroffenen zu lindern und eine (nicht nur Fach-) Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und im Hinblick darauf zu schulen, wie und mit welchen Hilfsmitteln Unterstützung gewährt werden kann.

Zum Thema Hilfsmittel: Für mich stellt sich die Frage, ob die bisher benutzten Bandagen und Orthesen überhaupt den erwünschten Effekt haben erziehlen können oder ob nicht andere und auf die HMS Bedürfnisse abgestimmte Hilfsmittel notwenig sind.
Was die Orthopädie-Technik betrifft, kann davon ausgegangen werden, dass HMS in unserem täglichen Berufsleben mannigfach vertreten ist. Doch steht dieser Tatsache der Fakt entgegen, dass dies in der Ausbildung (bislang) kein Thema ist. Was nicht selten sogar dazu führt, dass Hilfsmittel zum entgegengesetzten Ergebnis führen, indem sie – statt dem HMS-Patienten zu helfen -, ihm schlussendlich schaden. Dabei sollte doch das Wohl der Betroffenen für alle am Hilfsprozess Beteiligten im Vordergrund stehen. Aber nur, wer das entsprechende Wissen hat, kann etwas bewirken! Und dafür soll hier ein wesentlicher Grundstein gelegt werden, mit Seminaren, Vorträgen und praktisch-orientierten Workshops zum Thema. Lassen Sie uns gemeinsam die HMS-Welt kennenlernen und sie tatkräftig und nachhaltig verändern!